Dr. Till Backhaus: Kitas, Schulen und Daseinsvorsorge im Wahlkreis 17
DR. TILL BACKHAUS · THEMA 7
Kitas, Schulen und Daseinsvorsorge: Was brauchen starke ländliche Gemeinden dauerhaft vor Ort?
Kogel, Lübtheen und viele kleinere Gemeinden zeigen, warum Daseinsvorsorge für die Zukunft des ländlichen Raums entscheidend ist.
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Daseinsvorsorge bestimmt den Alltag
Politische Debatten beschäftigen sich häufig mit großen Projekten und hohen Investitionssummen. Für viele Menschen entscheidet sich die Lebensqualität aber an sehr alltäglichen Fragen: Gibt es eine Kita in erreichbarer Nähe? Wie weit ist der Schulweg? Ist die Feuerwehr einsatzfähig? Gibt es Sport- und Begegnungsräume? Sind Einkauf, Verwaltung und medizinische Angebote erreichbar?
Gerade in einem ländlichen Wahlkreis wie Ludwigslust-Parchim I ist die Antwort auf diese Fragen entscheidend dafür, ob Gemeinden langfristig attraktiv bleiben.
Kita „Kleine Strolche“ in Kogel
Am 27. März 2026 übergab Dr. Till Backhaus einen Förderbescheid für den Neubau der Kita „Kleine Strolche“ in Kogel. Das Projekt wurde vom Ministerium ausdrücklich mit der Stärkung der Grundversorgung im ländlichen Raum verbunden.
Eine Kita ist weit mehr als ein Betreuungsangebot. Sie beeinflusst die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und damit auch die Attraktivität eines Wohnortes für junge Familien.
Wenn Eltern lange Wege zur Betreuung zurücklegen müssen, kann dies den Alltag erheblich erschweren. Investitionen in wohnortnahe Angebote können deshalb indirekt auch wirtschaftliche und demografische Bedeutung haben.
Großküche für Kitas in Lübtheen-Jessenitz
Am selben Tag wurde in Lübtheen-Jessenitz ein Anbau an eine Großküche eingeweiht, die Kitas versorgt. Auch dieses Projekt zeigt, dass Daseinsvorsorge aus vielen einzelnen Bausteinen besteht.
Nicht jedes wichtige Projekt ist für Besucher unmittelbar sichtbar. Küchen, technische Infrastruktur, Lagerräume und Versorgungsstrukturen sind für den zuverlässigen Betrieb sozialer Einrichtungen ebenso notwendig wie Gruppenräume oder Spielplätze.
15 Jahre Lindenschule Lübtheen
Im Juni 2026 feierte die Lindenschule Lübtheen ihr 15-jähriges Bestehen. Die Schule entstand aus der Zusammenlegung früherer Schulstandorte und wurde mit Investitionen in Schul- und Freizeitinfrastruktur entwickelt.
Schulen sind im ländlichen Raum wichtige Zentren. Sie sind nicht nur Lernorte, sondern häufig auch Sport-, Veranstaltungs- und Begegnungsorte. Ihre Bedeutung reicht deshalb über den eigentlichen Unterricht hinaus.
Warum Familien Infrastruktur brauchen
Eine Gemeinde kann günstige Grundstücke und eine schöne Landschaft bieten. Wenn Kita, Schule, öffentliche Verkehrsmittel und Einkaufsmöglichkeiten fehlen, wird die Entscheidung für einen dauerhaften Wohnort dennoch schwieriger.
Umgekehrt können gute Einrichtungen dazu beitragen, dass junge Familien bleiben oder neu zuziehen. Daseinsvorsorge ist deshalb auch Standortpolitik.
Die Herausforderung kleiner Gemeinden
Kleine Gemeinden besitzen häufig begrenzte finanzielle und personelle Ressourcen. Gleichzeitig müssen Gebäude unterhalten, Straßen gepflegt und freiwillige Strukturen unterstützt werden.
Förderprogramme des Landes und der Europäischen Union können deshalb eine wichtige Rolle spielen. Allerdings entstehen bei Förderprogrammen häufig auch Verwaltungsaufwand und Eigenanteile.
Für kleine Kommunen ist deshalb wichtig, dass Förderbedingungen verständlich bleiben und Projekte mit vertretbarem Aufwand umgesetzt werden können.
Integrierte ländliche Entwicklung
Das Ministerium für ländliche Räume hat 2026 Änderungen bei Fördermöglichkeiten angekündigt. Unter anderem können Gemeinden wieder Förderanträge für bestimmte Wegeinfrastruktur stellen. Auch private Dorfentwicklung wurde ausgeweitet.
Solche Programme zeigen, dass Daseinsvorsorge nicht ausschließlich aus Schulen oder Kitas besteht. Wege, Treffpunkte, Dorfentwicklung und lokale Basisdienstleistungen gehören ebenso dazu.
Ehrenamt als Teil der Infrastruktur
Viele Angebote in ländlichen Gemeinden funktionieren nur durch freiwilliges Engagement. Feuerwehren, Sportvereine, Kulturvereine und Dorfgemeinschaften übernehmen wichtige Aufgaben.
Politik kann Ehrenamt nicht ersetzen, aber Rahmenbedingungen verbessern. Dazu gehören funktionierende Gebäude, Unterstützung bei Investitionen und möglichst überschaubare Bürokratie.
Digitale Angebote können Wege verkürzen
Digitalisierung kann Daseinsvorsorge ergänzen. Verwaltungsleistungen, Terminvereinbarungen oder Beratungsangebote lassen sich teilweise online anbieten. Das ist gerade dort hilfreich, wo Menschen längere Wege zur nächsten Behörde haben.
Digitale Angebote ersetzen allerdings nicht jede persönliche Infrastruktur. Eine Kita, Feuerwehr oder medizinische Versorgung kann nicht ausschließlich digital funktionieren. Entscheidend ist deshalb eine sinnvolle Kombination.
Keine automatische Zuständigkeit für Bildungspolitik
Schul- und Bildungspolitik gehört nicht zum unmittelbaren Fachressort von Dr. Till Backhaus. Dieses Thema wird deshalb nicht als persönliches Wahlversprechen dargestellt.
Sein Ministerium ist jedoch für ländliche Räume und verschiedene Förderprogramme zuständig. Dadurch gibt es konkrete Berührungspunkte zu kommunaler Infrastruktur.
Was sollte dauerhaft erreichbar bleiben?
Eine zentrale politische Frage besteht darin, welche Einrichtungen auch bei demografischen Veränderungen vor Ort erhalten werden sollen. Nicht jede Gemeinde kann jede Dienstleistung selbst anbieten.
Deshalb braucht es regionale Lösungen. Manche Einrichtungen können gemeinsam betrieben werden. Gute Verkehrsverbindungen können Angebote in benachbarten Städten erreichbar machen. Gleichzeitig sollten wichtige Grundfunktionen nicht immer weiter zentralisiert werden.
Leitfrage an Dr. Till Backhaus
Welche Infrastruktur muss in Städten und Gemeinden wie Lübtheen, Kogel, Vellahn, Vielank oder Neu Kaliß dauerhaft vor Ort verfügbar bleiben, und wie sollte das Land notwendige Investitionen unterstützen?
Daseinsvorsorge als Zukunftsentscheidung
Investitionen in eine Kita, Schule oder ein Dorfgemeinschaftshaus wirken oft über Jahrzehnte. Deshalb müssen solche Entscheidungen langfristig geplant werden.
Kommunen benötigen Planungssicherheit, damit sie Gebäude unterhalten und Personal gewinnen können. Gleichzeitig muss regelmäßig geprüft werden, welche Angebote tatsächlich genutzt werden und wie sie effizient organisiert werden können.
Für Wahlkreis 17 bedeutet das, unterschiedliche Orte nicht gegeneinander auszuspielen. Boizenburg, Lübtheen, Dömitz, Zarrentin und kleinere Gemeinden erfüllen jeweils unterschiedliche Funktionen für ihr Umfeld.
FAQ
Welche Kita wurde 2026 gefördert?
Für den Neubau der Kita „Kleine Strolche“ in Kogel wurde im März ein Förderbescheid übergeben.
Was wurde in Lübtheen-Jessenitz eingeweiht?
Ein Erweiterungsbau für eine Großküche, die unter anderem Kindertagesstätten versorgt.
Welche Schule feierte 2026 Jubiläum?
Die Lindenschule Lübtheen feierte ihr 15-jähriges Bestehen.
Was bedeutet Daseinsvorsorge?
Darunter werden grundlegende Leistungen und Infrastrukturen verstanden, die für das tägliche Leben notwendig sind.
Warum ist sie im ländlichen Raum besonders wichtig?
Weil größere Entfernungen und kleinere Einwohnerzahlen die Bereitstellung von Angeboten erschweren können.
Ist Dr. Till Backhaus Bildungsminister?
Nein. Das Thema wird hier deshalb als regionale Frage behandelt. Seine direkte Zuständigkeit betrifft vor allem ländliche Räume und entsprechende Förderinstrumente.

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